Juan Jose Rios

Asthma

Beim Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronische Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege mit wiederholten Anfällen von Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit. Ursache ist eine Überempfindlichkeit der Atemwegs-Schleimhaut auf verschiedene Reize.



Bei einem Asthma-Anfall schwillt die Bronchialschleimhaut an. Eine oftmals zusätzlich vermehrte Schleimproduktion verengt die Atemwege weiter. Zusätzlich zieht sich die Muskulatur der kleineren Atemwege (Bronchien und Bronchiolen) krampfartig zusammen. Durch diese Vorgänge wird die Luftversorgung zur und von der Lunge verringert oder verhindert.

Asthma bronchiale betrifft alle Altersklassen. Mit 50 Prozent sind jedoch Kinder unter 10 Jahren - vorwiegend Jungen - besonders stark vertreten. Bei erwachsenen Asthmakranken sind Frauen häufiger als Männer betroffen.

Wie entsteht Asthma?
Rund 20 Prozent aller Asthmafälle werden durch äussere Reize, wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaare, hervorgerufen. Auch Entzündungen der Atemwege führen unter Umständen zu Asthma. Ein weiterer Teil der Patienten leidet unter Belastungsasthma, das bei körperlicher Anstrengung auftritt.

Die auslösenden Reize lassen sich in zwei Gruppen einteilen:
· Unspezifische Reize: Alle Asthmatiker werden von einer Reihe von Reizen beeinflusst ("Auslöserreize"). Dazu gehören: körperliche Anstrengung, Kälte, Zigarettenrauch, Parfums und Luftverschmutzung.
· Spezifische Reize sind: Pollen, Staub, Tierhaare, Schimmel und einige Lebensmittel. Diese Reize werden auch Allergene genannt.
· Darüber hinaus können weitere Faktoren einen Asthmaanfall auslösen: etwa eine von Viren oder Bakterien hervorgerufene Entzündung der Atemwege, chemische Dämpfe oder andere Schadstoffe am Arbeitsplatz.

Was kann einen akuten Asthmaanfall auslösen?
· Körperliche Anstrengung
· Kälte
· Zigarettenrauch
· Luftverschmutzung, Nebel, Chemikalien am Arbeitsplatz


Welche Beschwerden treten auf?
· Atemnot und Kurzatmigkeit
· Pfeifendes, zischendes Geräusch beim Ausatmen: das Giemen
· Hustenanfälle, besonders während der Nacht mit aufgehustetem, zähflüssigem Schleim.

Welche Warnsignale treten bei einem schweren Anfall auf?
· Bläulich gefärbte Haut und schnappende Atmung
· Erschöpfung bis zur Sprech-Unfähigkeit
· Verwirrtheit und Rastlosigkeit
· Inhalationsmedikamente verlieren ihre übliche Wirkung

Selbsthilfe
· Vermeiden Sie die Reizstoffe, gegen die Sie allergisch sind.
· Nehmen Sie die vom Arzt verordneten Medikamente zur Vorbeugung von Asthmaanfällen, auch wenn Sie sich gesund fühlen!
· Finden Sie heraus, unter welchen Umständen der Anfall auftritt, und versuchen Sie diese Situationen zu vermeiden.
· Falls Sie trotzdem einen schweren Asthmaanfall haben, sollten Sie sofort den Notarzt verständigen.
· Trinken Sie reichlich Flüssigkeit, um die Zähigkeit des Schleimes zu reduzieren.

Doz. Dr. Wolfgang Pohl

 

 

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